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Im Gegensatz zu den Vorjahren zeigte sich die Wetterfee
diesmal gnädig und spendierte den Radsportlern und ihren Fans ab
und zu sogar ein paar Sonnenstrahlen. Die DH-Strecke war im guten Zustand
und in meinen Augen einfach nur krass gebaut. Per pedes machte ich mich
auf, um die Strecke mal genauer zu betrachten. Das, was ich zu sehen
bekam war einfach nur Hardcore, und als sich dann noch die DH-Pros dort
hinunterschmissen als gäbe es kein Morgen mehr, fiel mir die Kinnlade
fast bis zu den Knien runter...
Das Ganze schien mir viel gefährlicher als Slopestyle- oder Dirtcontests,
weil zu der hohen Geschwindigkeit noch die Unberechenbarkeit des Untergrundes
dazu kam. Jeder kleinste Fahrfehler kann fatale Folgen mit sich ziehen.
Im oberen Streckenteil erwarteten die Fahrer motocross-artige Sprünge,
darauf folgte das mit Drops, Gaps und fiesen Felsen gespickte Steilstück
im Wald. Letztlich ging es dann noch eine High-Speed Wiesen-Passage
hinab zum Ende der 4X-Strecke. Fahrer und Material mussten also hart
im Nehmen sein und die Sanitäter waren auch nicht gerade unterbeschäftigt.
Am Ende schaffte es wieder einmal Steve Peat (GBR) ganz oben aufs Siegerpodest,
gefolgt von Honda-Pilot Greg Minaar (Südafrika). Bei den Frauen
sackte Tracy Moseley (GBR) den Siegerpokal ein. Im 4X kam es auf der
sprunglastigen Strecke zu packenden Positionskämpfen, denen leider
auch die deutschen Hoffnungen Guido Tschugg und Johannes Fischbach zum
Opfer fielen. Gesiegt haben am Ende Jared Graves bei den Herren und
Jill Kintner bei den Ladies.
Zurückblickend hat das WE in Willingen gezeigt, dass auch Racing
sehr spektakulär sein kann, auch wenn die Fahrer ihren Läufen
nicht ihre individuelle Note geben können, wie es den Tricksern
beim Slopestyle möglich ist.

Highspeed-Jump in der Wiesenpassage

Gapdrop im Waldstück

Rotwild-Fahrer im oberen Streckenabschnitt
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